Rogem Hiri – ein gigantisches Monument runder Zahlen auf den Höhen des Golan


  • Das gigantische Monument Rogem Hiri, auch bekannt als Gilgal Rephaim (hebräisch: das Rad der Riesen), Rujm el Hiri (arabisch: Hügel der Wildkatze) oder das Rad der Geister gibt der Menschheit bis heute Rätsel auf. Es bietet Raum für vielfältige Spekulationen bezüglich seiner Funktion. Die Wissenschaftler, Philosophen, Mystiker oder Ufologen, die sich mit der mysteriösen Konstruktion beschäftigt haben, scheinen jeweils ein eigenes, oftmals konträres Bild über die ursprüngliche Funktion der antiken Stätte zu haben. Deshalb sind sie sich bis zum heutigen Zeitpunkt nicht einig, ob es sich bei dem gigantischen Rad aus Stein um einen Beerdigungskomplex, eine Kultstätte, einen Erntekalender, eine von Riesen oder gar Außerirdischen errichtete Anlage oder um ein Observatorium handelt.

    Es gibt jedenfalls einige sehr interessante wissenschaftliche, historische und religiöse Fakten, die es sich in diesem Zusammenhang anzuschauen lohnt.
    Rogem Hiri wurde unmittelbar nach dem 6-Tage Krieg im Jahre 1967/1968 auf dem vulkanischen Hochplateau der Golanhöhen entdeckt. Seit 1988 wurde es mehrfach wissenschaftlich untersucht. Im Rahmen archäologischer Forschungsarbeiten konnten einige aufschlussreiche Aspekte im Zusammenhang mit seiner Struktur und eine kosmische Ausrichtung der Konstruktion festgestellt werden.

    Die Struktur von Rogem Hiri:
    Die Struktur von Rogem Hiri ist außerordentlich. Nicht ohne Grund gilt die ca. 5000 Jahre alte Steinkreisanlage als eines der bedeutendsten Monumente des Nahen Ostens. In der Anlage sind deutlich zwei architektonische Einheiten erkennbar. Das Zentrum, bei dem es sich nach Ansicht der Wissenschaftler um ein Hügelgrab handeln soll, wird von fünf nahezu konzentrischen Kreisen umrundet. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass es sich allerdings nicht exakt in der Mitte der konzentrischen Kreise befindet. Dies wirft die Frage auf, ob es einst vor, während oder nach der Errichtung der Steinkreise hinzugefügt worden ist. Die Präzision, mit der die Steinkreise errichtet worden sind, beschäftigt die Archäologen nach wie vor. Wie konnten die einstigen Erbauer die insgesamt 42.000 Basaltsteine so exakt ausrichten?. Immerhin wiegt der mächtigste Stein 5,5 Tonnen.

    In dem Innenraum, des lange Zeit als Grabanlage gedeuteten Zentrums, wurden interessanterweise jedoch keinerlei menschliche Überreste gefunden.

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