Chartres

      Die Kathedrale von Chartres
      Die Kathedrale Notre-Dame-de-Chartres liegt 90 km südwestlich von Paris und gehört wie die Pyramiden oder Stonehenge zu den bedeutendsten heiligen Stätten der Welt. Die beeindruckende mächtige gotische Kathedrale überragt die Stadt Chartres und ist von weither sichtbar.
      Die heutige Kathedrale ist mindestens die fünfte, die an dieser Stelle erbaut wurde.



      Die Überlieferungen erwähnen eine keltische Kultstätte auf einem Hügel mit einer Quelle/einem Brunnen, der heute noch in der Krypta besichtigt werden kann. Der Brunnen bildet das Heilige Zentrum. Über ihm wurde in der Kathedrale der Altar positioniert.
      Die Kathedrale von Chartres ist ein heiliges Kraftzentrum und birgt noch viele unentdeckte Geheimnisse. Die Tempelritter beteiligten sich auch an dem Bau der Kathedrale von Chartres. Sie haben besonders in dieser Kathedrale ihr geheimes Wissen architektonisch umgesetzt und es so für die Menschheit erhalten. Die besten Handwerker waren zusammengekommen und haben eine Symphonie aus Buntglas und Stein erschaffen, so dass Chartres zu einer berühmten Wallfahrtsstätte und zu einem Lernzentrum mit Kathedralsschule wurde.
      Zu Recht heißt die Kathedrale Notre-Dame-de-Chartres, denn sie ist der Heiligen Maria geweiht, und ihre Tunika wird hier aufbewahrt.
      Vorher gehörte die wertvolle Reliquie zum Domschatz des Aachener Doms. Im Jahr 876 übergab der Enkel Karl des Großen, Karl der Kahle, der Kathedrale von Chartres die Sancta Camisia, den Schleier oder die Tunika, den die Jungfrau Maria entweder bei der Verkündigung oder bei Christi Geburt getragen haben soll.



      Naturwissenschaftlichen Untersuchungen zufolge handelt es sich um eine Stoffbahn von 0,45x5,35 Meter und soll tatsächlich aus der Zeit um Christi Geburt stammen.
      Die berühmte Reliquie wird noch heute in der Kathedrale von Chartres aufbewahrt, und jedes Jahr am 15. August, am Tag von Maria Himmelfahrt, wird sie der Öffentlichkeit gezeigt.






      Die Kathedrale von Chartres – die Portale

      Der Besucher hat die Möglichkeit die Kathedrale durch drei verschiedene Eingänge zu betreten. Alle drei Portale sind jeweils dreigegliedert. Es gibt also 3x3 Eingänge in Chartres.



      Das Königsportal oder Westportal ist der Haupteingang in die Kathedrale von Chartres.
      Das rechte Seitenportal ist Maria gewidmet und das linke der Himmelfahrt Jesu.
      Über dem mittleren Portal thront unübersehbar Jesus in der „Fischblase“ oder „Vesica piscis“. Der Fisch war das Zeichen der ersten Christen, denn seit dem Jahr null findet der Sonnenaufgang zum Zeitpunkt der Frühlings Tag- und Nachtgleiche im Sternzeichen Fische statt .Außerdem entspricht die Vesica, die Fischblase der weiblichen Vulva. Sie ist ein uraltes Element der heiligen Geometrie und symbolisiert die Einheit des Männlichen und des Weiblichen als Schöpfungsprinzip.



      Vier Tiergestalten (Mensch, Löwe, Stier und Adler) umgeben Christus. Es handelt sich um die vier Evangelisten Matthäus (Mensch), Markus (Löwe), Lukas (Stier) und Johannes (Adler).
      Das Feld unter der Fischblase zeigt die 12 Apostel, jeweils mit Büchern oder Schriftrollen ausgestattet.
      Rechts und links neben den Aposteln befinden sich Elias und Henoch, die beide in den Himmel aufgenommen wurden, ohne durch den Tod gegangen zu sein.
      „Elia fuhr im Wirbelsturm zum Himmel auf“ (2. Könige 2,11). „Henoch wandelte beständig mit dem wahren Gott. Dann war er nicht mehr, denn Gott nahm ihn hinweg.“ (Genesis 5,24).

      Im Innenbogen rundherum sind 12 Engel dargestellt, die nach der Offenbarung des Johannes die Wächter der Tore des Neuen Jerusalems sind.
      Im äußeren Innenbogen thronen die singenden 24 Ältesten, jeder trägt ein Musikinstrument.

      Im gesamten Portal befinden sich genau in Augenhöhe des Betrachters die länglichen starren Säulenfiguren/Steinplastiken. Insgesamt 24 Figuren aus dem Alten Testament werden im Königsportal gezeigt, wie z.B. König David, Salomo und die Königin von Saba.
      Die Zahl 24 entspricht der Anzahl der Bücher aus dem Alten Testament.
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      Re: Chartres

      Das Südportal

      Das Südportal ist dem Neuen Testament gewidmet. Im Mittelpunkt stehen Christus und biblische sowie historisch bedeutsame Gestalten wie Märtyrer und Bekenner, die an der Entwicklung der christlichen Kirche einen Anteil hatten.
      Wir sehen auf den Bildern von links nach rechts die Apostel: Simon, Thomas, Philippus, Andreas und Petrus.

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      Re: Chartres

      Das Nordportal
      Die Darstellungen des dreigegliederten Nordportals mit seinen großen Vorhallen beziehen sich auf die Zeit, bevor Christus als Welterlöser erschien, und zeigen überwiegend lebensnahe und bewegende Geschichten und Figuren aus dem Alten Testament von der Schöpfung bis zur Geburt Jesu. Zentral ist die Heilige Anna am Mittelpfeiler des Mittelportals, die an die schon in vorchristlicher Zeit in Chartres verehrte Große Mutter erinnert.

      Die Gewändefiguren sind Gestalten aus dem Alten Testament wie Melchizedek mit dem Gral, Abraham mit Isaak, Moses, Samuel und David (von links nach rechts gesehen).

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      Auffällig ist die bildhauerische Darstellung der Figuren in diesem Portal. Die Figuren scheinen zu schweben und nur mit den Fußspitzen, die sich drehenden Welten- oder Lebensbäume versehen mit Eichenlaub, zu berühren.
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      Re: Chartres

      Die Kathedrale von Chartres - die Gralstafeln
      Von der Verbindung von Kosmos und Mensch sowie der Astroarchäologie wussten auch schon die französischen Zigeuner im Mittelalter. Für sie waren die drei Gralstafeln ein uraltes Meditationssymbol. Sie legten die Tafeln zweimal nebeneinander, wobei die linke Tafelreihe die Farben rot-blau-rot und die rechte die Farben blau-rot-blau hat. Jetzt fixiert man schielend die Mitte. Meistens entsteht zwischen den beiden Tafelreihen eine dritte fiktive Reihe mit drei Tafeln. Die mittleren Tafeln werden immer klarer und die rechte und linke Reihe verschwinden nach und nach. Bei der Betrachtung der Leere wird die Tätigkeit der beiden Gehirnhälften angeregt. Durch häufige Übung führt dies zum Eintritt in höhere Bewusstseinsdimensionen. Einfach versuchen!!!

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      Re: Chartres

      Die Kathedrale von Chartres – der Grundriss
      Der Grundriss der Kathedrale Notre-Dame de Chartres basiert auf drei flächengleichen geometrischen Figuren: Rechteck, Quadrat und Kreis. Diese drei geometrischen Tafeln sind für den Menschen Stufen zur Bewusstseinsentwicklung, eine Verbindung von Mensch und Kosmos. Dies ist ein erneuter Hinweis darauf, dass die Erbauer, u.a. die Tempelritter, ihr geheimes Wissen weitergegeben und so erhalten haben.

      Es waren auch die Tempelritter, die die Bundeslade oder den Heiligen Gral in Jerusalem suchten. Drei Tafeln sollen den Heiligen Gral getragen haben. Konstruiert man in Gedanken die drei flächengleichen Figuren: Rechteck, Quadrat und Kreis und legt sie auf den Fußboden der Kathedrale, so erhalten wird den Grundriss der Kathedrale Notre-Dame de Chartres. Die rechteckige Tafel mit dem Seitenverhältnis 2:1 bildet die Basis und bestimmt die Größe des Chores. Das Quadrat legt mit seinen Ecken die Breite des Längsschiffes fest. Die Seitenlänge des Quadrats ist 23,19 Meter, was einem Zehntel der Grundlinie des Cheopspyramide entspricht. Der Kreis endet genau am Hauptportal und bestimmt die Länge des Längsschiffes. Auffällig ist, dass die Grundfläche der Großen Pyramide in Gizeh genau hundertmal so groß ist wie die Tafeln von Chartres. Außerdem entspricht der Chor der Kathedrale in seinen Proportionen der Königskammer der Cheopspyramide. Wir wissen, dass der Sarkophag in der Königskammer Einweihungszwecken diente.

      Dem Neuen Testament zufolge feierte Jesus mit seinen Jüngern an der rechteckigen Tafel das letzte Abendmahl. Josef von Arimathäa, der Onkel Jesu, hat nach der Kreuzigung das Blut Christi in einer Schale aufgefangen – ein Symbol des Grals. Die Römer nahmen ihn gefangen, Christus erschien ihm im Kerker und beauftrage ihn, in einem anderen Land eine neue, diesmal eine quadratische Tafel zu errichten. Josef von Arimathäa konnte nach England fliehen. Der Sage nach errichtete dort der Vater von König Artus, im Auftrag des Zauberers Merlin, eine runde Tafel, die uns allen bekannt ist durch König Artus’ Tafelrunde.

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      Für den Besucher beginnt der Weg der Einweihung indem er durch das Portal der Kathedrale des Kosmos tritt und alles Weltliche hinter sich lässt. Dann überquert er die runde Gralstafel, anschließend die quadratische und zum Schluss die rechteckige Abendsmahltafel.
      In der runden Gralstafel befindet sich das Labyrinth von Chartres. Indem der Mensch das Labyrinth abschreitet verändert sich sein Bewusstseinszustand. Er soll sich von seinen Emotionen befreien. Die Kreisform repräsentiert die heilige Geometrie des Mondes, das Unbewusste.
      Beim Durchschreiten des Quadrats wird der von unbewussten Einflüssen befreite Geist vor eine neue Aufgabe gestellt: der Quadratur des Kreises. Diese ist mit rationalem Verstand nicht lösbar. Die Form des Quadrats steht in der heiligen Geometrie für den Sonnenkult und damit für den bewussten Intellekt.
      Bevor der Mensch das Rechteck, die Abendmahlstafel durchschreitet, sollte er sich vom Einfluss seines rationalen Verstandes/Intellektes gelöst haben. Hat der Mensch die dritte Tafel durchschritten, öffnet sich ihm der Zugang zur Vierten Dimension. Drei geometrische Tafeln, drei Entwicklungsstufen um das Bewusstsein des Menschen zu schulen, um in höhere Dimensionen des Kosmos einzutreten. Die Kathedrale Notre-Dame de Chartres - ein Ort der Begegnung zweier Welten.
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