das Geheimnis des Labyrinths in der Kathedrale von Chartres

      das Geheimnis des Labyrinths in der Kathedrale von Chartres

      Labyrinthe gibt es schon seit tausenden von Jahren. Schaut man sich die Orte an, wo die antiken Muster zu finden sind, so zeigt sich, das es immer ganz besondere Plätze sind. Nahezu alle Kulturkreise und Religionen verfügen über Labyrinthe. Jedes trägt in sich ein Geheimnis, definiert durch Mathematik und Symbolik.

      Das Labyrinth von Chartres zeichnet sich durch eine besondere Geometrie aus und ist durch seine Bauweise ( Anzahl der Steine, die Größe, die Lage in der Kathedrale unter Einbeziehung von Sonneneinstrahlungen und Fenstermandalas, etc.) einzigartig. Ein tief verborgenes, ganz besonderes Wissen muß dem Baumeister zu eigen gewesen sein.

      Fälschlicherweise hält man Labyrinthe oft für Irrgärten, in Wirklichkeit handelt es sich aber nur um einen verschlungenen Weg, der vom Beginn bis zum Ende eine sehr lange Strecke ausmacht. Ursprünglich wurde das Labyrinth als sogenannter Einweihungsweg benutzt; es galt, das Geheimnis des Labyrinths zu lüften um seinen eigenen Weg des Lebens zu finden.

      Der Weg des Labyrinths

      Interessant ist hier wirklich der Weg ins Innere des Labyrinths. Der Eingang liegt im Westen und es scheint, als könne man von hier direkt zum Mittelpunkt gelangen.

      Tatsächlich führt der Weg auch gleich an den Mittelpunkt heran und umschlingt ihn, aber man wird doch wieder vom Mittelpunkt weggeführt und an den Rand des Labyrinths gebracht. Erst nach diesem äußeren Weg gelangt man dann in die eigentliche Mitte, einer Blütenform. Nicht von ungefähr besteht diese Blütenform aus 7 Kreisen.

      Optisch gewinnt man zuerst den Eindruck, es handelt sich um 11 Kreise, zählt man jedoch den inneren Kreis hinzu haben wir 12, bzw. 13 wenn der Mittelkreis der Blüte auch gezählt wird.

      Dieser Kreis ist besonders hervorgehoben durch die Tatsache, das an einem bestimmten Tag im Jahr eine Projizierung eines Fensterbildes hierauf fällt. Es handelt sich um ein Bild der Maria.

      Die Kathedrale von Chartres ist der Jungfrau Maria gewidmet und bekannterweise ja eine der Kathedralen, die den Namen Notre Dame tragen und in ihrer Vielzahl im Umkreis von 250 km das Sternbild der Jungfrau am Boden darstellen.

      Zahlen des Labyrinths

      Das Labyrinth von Chartres weist eine Fülle von Zahlen aus, die sehr komplex in ihrer Deutung sind.

      Nehmen wir zum Beispiel die Anzahl der Steine die den Weg des Labyrinthes ausmachen. Mittlerweile gibt es mehrere Meinungen über die Anzahl; es scheint nicht klar zu sein ob es sich bei einigen Steinen um Bruchsteine handelt, die im Laufe der Jahrhunderte entstanden sein können. ursprünglich wären es dann 273 Steine gewesen, nun zählt man 276.

      Der Durchmesser des Labyrinthes beträgt 13 Meter.