Stufenpyramiden und rituelle Plätze auf Teneriffa ( kanarische Inseln)

      Stufenpyramiden und rituelle Plätze auf Teneriffa ( kanarische Inseln)

      In Europa finden sich in der Regel nur noch Reste von Pyramiden, die auch meistens als solche nicht erkannt werden. Sie befinden sich an Orten, die zwar geschichtlich interessant oder besonders mystisch sind, jedoch misst ein Großteil der Archäologen ihnen keine besondere Bedeutung zu. Die Wissenschaftler, die ernsthafte Forschung diesbezüglich betreiben, sehen sich oft dem Spott ihrer Kollegen ausgesetzt, werden von der Regierung angehalten keine weiteren Forschungen anzustellen oder haben schlichtweg nicht die finanziellen Mittel für Ausgrabungen etc.
      Ein Beispiel ist die pyramidale Anlage in Güimar auf Teneriffa.
      Aufgrund der Keramikfunde auf diesem Areal datiert man die Stufenpyramiden ins 19. Jahrhundert und lässt einfach außer acht, das sich hier auch Höhlen der Ureinwohner Teneriffas befinden. Unter der Regierung von Franco wurde den Guanchen, wie man die Ureinwohner nennt, nicht eine Zeile in der Archäologie gewidmet; sie waren schlichtweg nicht existent, weil man sie nicht als den Vorläufer der Spanier sehen wollte. ( Die Guanchen stammen wahrscheinlich aus Nordafrika! ) Die Guanchenkultur begann hier sehr wahrscheinlich um ca. 3000 vor Christus, was zahlreiche archäologische Funde bestätigen, u. a. die Felszeichnungen. ( siehe auch Bild)

      Die Stufenpyramiden wurden genau auf den Plätzen der Höhlen gebaut.
      Ursprünglich gab es mal 9 Stufenpyramiden von denen man 6 rekonstruieren konnte.
      Das Areal mit 65000 m² ist heute als Nationalpark ausgewiesen.

      Thor Heyerdahl, der bekannte Forscher, war es, der sich diesen Stufenpyramiden als erster ausgiebig widmete. Er sieht diese Pyramiden als Verbindung zwischen Mittelamerika und Ägypten und fühlt sich in seiner These bestätigt durch die auffälligen Parallelen bezüglich der Bauweise und den rituellen Plätzen zwischen den einzelnen Pyramiden.