Griechenland

      Die Stadt Delphi

      Delphi war eine Stadt im altertümlichen Griechenland, die zur Zeit der Antike als der Mittelpunkt der Welt galt. Herausragende archäologische Funde sind der Wagenlenker von Delphi, der im nahegelegenen archäologischen Museum bewundert werden kann oder der Tempel des Apollon. Hier war der Sitz des berühmten Orakels von Delphi und hier findet man noch heute, am Eingang des Tempels, den Schriftzug Erkenne dich selbst.

      Egal, was das Orakel den damaligen Menschen prophezeite, der Schriftzug am Eingang des Tempels ist bereits Ausdruck höherer Weisheit.

      Die Stadt Delphi und die 7 Weisen

      Erste Hinweise auf die Stadt Delphi sind ab dem 8. Jhd. v. Chr. in der griechischen Geschichte zu finden. Eine Zeit lang gab es viele kriegerische Auseinandersetzungen um die eher kleine Ortschaft. Durch das Orakel und den damit verbundenen Einnahmen hatte Delphi einen großen politischen Einfluss, an dem auch andere umliegende Städte teilhaben wollten. Die Blütezeit Delphis ging ab 450v. Chr. zu Ende.

      Bis heute ist man sich nicht einig darüber, wer der Vater des Spruches " Erkenne Dich selbst" eigentlich war. Sehr wahrscheinlich geht er auf einen der sogenannten 7 Weisen zurück. Die 7 Weisen waren zumeist Staatsmänner hohen Ansehens und gehörten einer Gruppe vorsokratischer Philosophen an. Der Name Chilon von Sparta wird mit dem Weisheit-Spruch am häufigsten in Verbindung gebracht.

      Zahlencode im Apollon-Tempel?

      Ich finde den Apollon Tempel in Delphi sehr spannend, denn es gibt einige interessante Informationen über ihn. So lag in der Nähe eine Quelle namens Kastalia, in der sich die Pilger reinigten, bevor sie auf der sogenannten Heiligen Straße, die direkt zu der Anlage führt, den Apollon Tempel erreichten.

      Die Grundfläche des Tempels war 60 x 24 Meter. 60x24 ergibt den Zahlenwert 1440 und demnach eine Gesamtfläche von 1440 qm.
      Außerdem schmückten sechs Reihen mit je 15 Säulen die Tempelanlage. 6 x 15= 90!
      Sind diese Zahlen vielleicht verbunden mit einem bestimmten Zahlencode, die von einem höheren Wissen zeugen? Ich glaube jedenfalls, dass sie bezüglich des Aufbaus des Tempels wohl nicht rein zufällige gewählt worden sind.
      Und es gibt noch mehr Interessantes über den Apollon Tempel. So soll sich das Orakel von Delphi, die Phytia, nach einer Legende durch aufsteigende Dämpfe aus einer Erdspalte im Tempel in Trance versetzt haben, bevor sie die Voraussagen der Gottes Apollon verlauten konnte.

      Jüngste Untersuchungen (2. Jahrtausend) bestätigen zwei Erdspalten im Apollon Tempel. Und es wurden in diesem Zusammenhang auch halluzinogene Gase, wie Ethylen gefunden. Das scheint die Legende zu bestätigen und die Trance Zustände der Priesterin zu erklären.

      Eine der ältesten Städte unter Wasser

      Pavlopetri, eine der ältesten Unterwasserstädte der Welt

      An der südlichen Küste von Lakonien, Griechenland, wurde 1967 eine Unterwasserstadt entdeckt. Damals wurde sie datiert auf ca. 1600 vor Christus. Neue Forschungen brachten nun ans Tageslicht, das diese Stadt über 5000 Jahre alt ist.
      Die Fundstätte ist einzigartig weil es sich um eine komplette erhaltene Stadt handelt ohne Überbauung. Die Vermessungen lassen den Schluss zu, das Pavlopetri ca. 100.000 Quadratmeter groß war. Innerhalb der Stadt gibt es riesige Gebäude, u.a. ein so genanntes Megaron.
      Die einzigartige Architektur dieses Bauwerks lässt auch heutige Architekten staunen. Es wurde in den Hang eingebaut. Insbesondere wenn es um Akustik geht, ist das Theater von Epidauros hervorzuheben.
      Lässt jemand eine Münze auf die Steinplatten im Zentrum der Bühne fallen, so wird selbst in der letzten Reihe dieses Geräusch zu hören sein. §-;!
      3000 vor Christus gab es 34 Sitzreihen in 12 Sektoren für ca. 6000 Menschen.
      Später wurde es erweitert und erhielt 55 Sitzreihen in 22 Sektoren und 12000 Personen fanden Platz darin. Die Höhe ist mit 22 Metern sehr beachtlich. Auch die Spielfläche ist großzügig bemessen, 22 Meter X 2,17 mit 14 Säulen.

      Ein Theater zur Heilung

      Das Theater diente wahrscheinlich als Teil des Heilungskonzeptes dieser antiken Stätte, die von den Kranken aufgesucht wurde. Wissenschaftler vermuten, das in zahlreichen Wasserstellen, gespeist aus geheiligten Quellen, die kranken Menschen gebadet haben und im so genannten Abaton legten sie sich schlafen um im Traum dem Gott Asklepios zu begegnen und mittels Meditation oder Hypnose einen Heilungsweg zu erfahren. Auf beschriebenen Tafeln konnten Forscher Texte ermitteln, die auf Heilungsmittel hindeuten. Behandlungen zogen sich über längere Zeiträume hin, hierfür wurden eigens Gästehäuser angelegt für die kranken Menschen. Im Theater erfuhren sie Heilung über Musik und Darstellungen. Außerdem stand allen eine riesige Bibliothek zur Verfügung. Ein jeder sollte mit besonderem Wissen diese Stätte wieder verlassen können.