Die Phönizier in Spanien

      Besiedlung in Spanien

      Im Süden Spaniens wurden Höhlen entdeckt, die vor 50.000 Jahren als Wohnstätte dienten.
      In zwei dieser Höhlen fand man Spuren von Menschen, die bereits farbige Ornamente für ihre Gebrauchsgegenstände verwendeten. Die bekanntesten sind die Höhle von Aviones und die Cueva Anton. Es kann nicht ausgeschlossen werden, das diese Besiedlung ihren Ursprung in Nordafrika nahm. Des weiteren gibt es die Vermutung über einen Rückzug von Menschen aus Nordeuropa im Zuge der Verschlechterung der dort vorherrschenden klimatischen Verhältnisse.

      Das Mar Menor

      Im Mar Menor, dem größten Binnenmeer Europas, befinden sich mehrere Inseln. Das Mar Menor ist durch eine 22 km lange Sandbank vom Mittelmeer getrennt, an der schmalsten Stelle 100 Meter breit und an der breitesten Stelle 1200 Meter. Der gesamte Küstenstreifen ist 72 km lang und die tiefste Stelle beträgt 7 Meter. Die Form ist seltsam, scheint sie doch in einem Bereich einem exakten Kreis zu entsprechen und im Ganzen eher einer Ellipse.

      Eine der Inseln fällt durch ihre besondere Form auf: sie ragt pyramidenförmig aus dem Meer mit glatten Seiten. Die älteren Einheimischen nennen diese Insel auch „Isla piramide“. Archäologen haben sowohl im Mittelmeer als auch im Mar Menor zahlreiche Schiffswracks der Phönizier gefunden, die scheinbar einen Weg zur Pyramideninsel suchten und aufgrund des niedrigen Wasserstandes strandeten. Die Konstellation aller Inseln zeigt, von oben betrachtet, auffällige Ähnlichkeit mit dem pyramidalen Komplex der großen Pyramide von Gizeh.

      Siedlungen rund um das Mar Menor weisen auf eine ca. 3000 Jahre alte Besiedlung hin.
      Was suchten die Phönizier im Mar Menor?
      Das Phönizien von damals entspricht ungefähr dem heutigen Israel, Libanon und Syrien. Es wurde durch ein semitisches Volk geprägt, dem eine eigene Sprache zu eigen war. Die semitische Sprache umfasst u.a. arabisch, hebräisch und aramäisch und wird auf den biblischen Sem, der älteste Sohn Noahs, zurückgeführt. Aus Sem und seinen Brüdern sind die Völker nach der Sintflut hervorgegangen.
      Die Phönizier ( die es unter diesem Namen eigentlich nie gab, sie benannten sich nach ihren Städten, z.B. Karthago und die Karthagener ) waren ein Volk von Seefahrern und Händlern. Die Ägypter benannten sie „Fenchu“, was soviel wie Zimmermann oder Tischler heißt und sie trieben regen Handel mit den Phöniziern, insbesondere der Handel mit Zedernholz aus dem Libanon war sehr bedeutend.

      Phönizier aus Spanien übergesiedelt?

      Es gibt vielleicht einen Bezug zu den Funden in den Höhlen. Hier ist die Farbe Purpurrot auf den Gebrauchsgegenständen der Menschen vor 50.000 Jahren auffallend oft vertreten.
      Der Name Phönizier leitet sich ein wenig vom griechischen Wort für purpurrot ab; ein phönizisches Handwerk ist das Färben von Stoffen mit der purpurroten Farbe der Purpurschnecke, welche wahrscheinlich auch die Grundlage der Farbe von den frühen Menschen rund um das Mar Menor war. Hat es die „Phönizier“ bereits zu dieser Zeit gegeben und sind sie von hier aus nach Afrika übergesetzt?