Angepinnt Stonehenge

      Stonehenge

      Stonehenge ist eine der bekanntesten und geheimnisvollsten prähistorischen Anlagen Europas. Dieses megalithische Bauwerk ist in einer Ebene ca.13km von Salisbury im Südwesten Englands zu finden. In einer Wall- und Grabenanlage wurde ein Steinkreis aus völlig verschiedenartigen, unterschiedlich großen und unterschiedlich schweren Steinen erbaut. Die unterschiedlich verwendeten Steine ( Blau- und Sarsensteine) stellen einen bedeutsamen Aspekt bei der Forschungsarbeit rund um Stonehenge dar.
      Warum wurde dieser Megalithbau aus zwei völlig verschiedenen Steinarten erbaut? Wie haben die damaligen Baumeister sie bearbeitet, wie waren sie in der Lage die Steine teilweise kilometerweit zu transportieren, aufzurichten und die Decksteine aufzusetzten ? Und warum wurden sie ausgerechnet in einer kreisförmigen Anordnung gesetzt? Diese Fragen sind noch völlig ungeklärt und bieten Raum für viele Theorien.

      Bis zum heutigen Tag gibt es aus wissenschaftlicher Sicht noch keine eindeutige Erklärung, zu welchem Zweck diese Stätte erbaut wurde. Die Vermutungen zur Nutzung dieses Steinkreises reichen von der Annahme, er sei als eine Pilger- und Heilstätte genutzt worden, bis hin zu der These, dass es sich hierbei um eine UFO-Landestätte handele. Auch über die Erbauer dieses Monuments besteht bei den Wissenschaftlern keine Einigkeit. Waren es nun die Druiden oder eiszeitliche Jäger, die dieses Monument schufen ?

      Die astronomische Ausrichtung des Objekts führte zu der Vermutung, dass Stonehenge eine Sternwarte oder eine Art "Himmelscomputer aus Stein" gewesen sein könnte. Aufgrund der Radiocarbonmethode wurde es 1000 Jahre älter geschätzt als ursprünglich angenommen. Dieses führte zu der Theorie, dass Stonehenge etwa zu der gleichen Zeit entstand, wie die große Pyramide im alten Ägypten. Fest zu stehen scheint, dass diese Anlage in mehreren Bauphasen (meistens wird von drei Phasen gesprochen) errichtet und von unterschiedlichen Kulturen zu verschiedenen Zeiten andersartig genutzt wurde. So gab es mehrere Stonehenges an einem Ort, die im Laufe von 1500 Jahren erbaut worden waren.

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      Da mittlerweile mehr als die Hälfte der historischen Steine im heutigen Stonehenge fehlen und einige der Megalithen umgestürzt sind, ist es für die Forscher schwierig, die ursprüngliche Nutzung dieses megalitischen Bauwerkes nachzuvollziehen. Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen, sorgte ein außergewöhnliches Experiment aus Großbritannien für Aufsehen. Hierbei wurde die Anlage durch aus Styropor ersetzte Megalithe nachgebaut und in unmittelbarer Nähe des Originalsteinkreises positioniert. Da die "Steine" hinsichtlich der Größe, Farbe, Form und Struktur möglichst originalgetreu nachempfunden und in ihre jeweilig ursprüngliche Position gebracht wurden, öffnete sich den Wissenschaftlern ein völlig neuer Raum für ihre Forschungsarbeit. Sie mussten sich nun nicht mehr mit einem computeranimierten Ort zufrieden geben, sondern konnten den Steinkreis im wahrsten Sinne des Wortes erleben. Sie nutzten diesen Vorteil auf vielfältige Weise und erkannten u.a., dass er einen viel größeren Innenraum bot, als es jemals vermutet wurde.
      Ferner stellten sie fest, dass man aufgrund der Steinsetzungen nur sehr ungenau von außen beobachten konnte, was im ineren des Kreises geschah. Diese Tatsache unterstreicht die magische und mystische Ausstrahlung dieses Ortes und führt zu der Frage welche geheimen Rituale wohl im inneren des Kreises stattgefunden haben ?

      Akustikarchäologen untersuchten Stonehenge bezüglich seines Raumklanges, indem sie ausgesuchte Frequenzen in den Kreis schickten. Beim Durchschreiten des Kreises wurden die Töne an bestimmten Punkten verstärkt wahrgenommen, zeitweise schienen sie höher oder dunkler zu sein, was zu einem besonders intensiven und dramatischen Klangerlebnis führte. Dabei stellte man fest, dass die Blausteine die Töne teilweise blockieren, so dass sie wellenförmig durch den Kreis zu ziehen schienen. Interessanterweise wurde der Klang anscheinend vom Zentrum zum Eingang gelenkt, der bekannterweise auf die Sommer- bzw. Wintersonnenwende ausgerichtet ist. Anscheinend waren die prähistorischen Erbauer mit den akustischen Klangmechanismens bereits vertraut.

      Dass die Baumeister von Stonehenge ein umfangreiches Wissen auf vielen verschiedenen Ebenen gehabt haben mussten, läßt sich nicht nur an dieser Stelle erkennen. Betrachten wir die Gesamtheit des Bauwerkes, können wir annehmen, dass es nur von einem Volk erbaut worden sein konnte, welches ein herausragendes Wissen in vielen wissenschaftlichen Zweigen verknüpft mit einer höheren spirituellen Anbindung gehabt haben musste, dass weit über ein erdgebundenes Wissen hinausging.
      Bilder
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      Re: Stonehenge

      Stonehenge wird seit einigen Jahren von einem wissenschaftlichem Team, bestehend aus Archäologen, Astrologen, Geologen und Musikarchäologen erforscht. Gemeinsam hat man Neues entdeckt oder Altes wiederentdeckt.
      Ein ganz neuer Zweig ist die Erforschung der Klangeigenschaften von Stonehenge. Mittels moderner Akustikmessgeräte konnte man feststellen, das innerhalb der Steinkreise eine ganz besondere Akustik vorherrscht, unterschiedlich an bestimmten Punkten und astronomisch ausgerichtet.
      Die Musikarchäologen haben hier noch ein breites Spektrum zu bearbeiten, ähnlich wie in den Pyramiden von Ägypten.

      Re: Stonehenge

      Im Rahmen eines besonderen Projektes zur Untersuchung der Geheimnisse der Erde, entdeckte der Geophysiker Paul McCartney, dass wahrscheinlich alle Steinkreise und Megalithe auf der ganzen Welt mit Verwerfungslinien in Zusammenhang gebracht werden können. Wurden diese Standorte für die Steinkreise unter diesem Aspekt bewusst ausgesucht?
      Viele alte Indianerstämme errichteten jedenfalls bewusst oder intuitiv ihre heiligen Stätten an entsprechenden Orten. Diese Orte gelten als Plätze umgebungsbedingter Energieumwandlungen, die sich beispielsweise als Lichtphänomene, wie den Erdlichtern manifestieren. Diese Lichter wurden von den Yakima-Indianern (einem nordamerikanischen Indianerstamm) für Weissagungen benutzt, während die Snohomish-Indianer sie beispielsweise für Tore zur Unterwelt hielten. Auch die Aborigines und Eingeborene des Pazifikbeckens sahen in den Lichtphänomenen stärkere Kräfte und ahmten diese Glaubensrituale nach.
      Derartige Lichphänomene wurden von dem Neurowissenschaftler Dr. Michael Peringer untersucht. Dieser stellte fest, dass die Erdlichter enorme elektromagnetische Felder verursachen, die zu einer bewusstseinsverändernden Wirkung führen, da sie einen starken Einfluss auf die Gebiete der Schläfenlappen des Gehirns ausüben.
      Dieses könnte ein Grund dafür sein, warum Stonehenge eine magische Anziehungskraft auf die Menschen ausübt und als ein besonderer Kraftort der Erde gilt.