Gitarrenklänge in Hattuscha vor über 3500 Jahren

      Gitarrenklänge in Hattuscha vor über 3500 Jahren

      In der Türkei, nahe der Hethiterstadt Hattuscha, wurden die Überrreste eines Saiteninstrumentes bei archäologischen Ausgrabungen entdeckt. Es handelt sich um ein gitarrenartiges Instrument welches ca. 3500 Jahre alt ist. Auch auf alten Reliefbildern der Hethiter sind diese Instrumente zu sehen aber bisher wurde nie eines gefunden. Für die archäologischen Musikologen ist es eine kleine Sensation.

      Urgitarre, eine sogenannte Spießlaute

      Die ersten nachweislichen gitarrenähnlichen Instrumente kommen, wie Heike schon sagt, aus dem dem Gebiet der heutigen Türkei, sowie aus Ägypten. Wie die Reliefs zeigen, hatten sie mehrere Saiten und wurden mit einem Federkiel angeschlagen. Aus welchen Materialien die Instrumente gebaut waren lässt sich nur vermuten. So gehen die Forscher davon aus, das für den Korpus Schildkrötenpanzer oder halbierte Kürbisse verwendet wurden. Die Saiten wurden wohl aus Darm hergestellt. Das ganze Erscheinungsbild der Instrumente lässt auf ein großes Wissen über die Klangeigenschaften von Materialien schließen. Das bedeutet, dass sich die damaligen Menschen mit Klang und Musik beschäftigten und es für sie sehr wichtig war so das sie Abbildungen davon schufen.