Die Riesen von Spanien

      Die Riesen von Spanien

      Auch in Europa finden sich zahlreiche Stätten, deren Entstehung noch viele Rätsel bergen. So gibt es in Spanien den Berg“ Montserrat, 1236 Meter hoch, der durch beeindruckende Steinformationen und Gesichter von Riesen die Menschen in ihren Bann zieht. Auf 720 Meter Höhe liegt das Benediktinerkloster „Santa Maria“, dem Ort, wo vor Hunderten von Jahren die Santa Cava ( heilige Höhle) mit der „schwarzen“ Madonna gefunden wurde. Die steinernen Riesen des Berges sind schon von weitem zu sehen und die Legende besagt, sie seien die Wächter der Madonna.
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      Spannend. Es sieht aus, als ob du selbst dort gewesen wärest. Warst du?

      Betrachten wir den 13- Monate- Schöpfungskalender, so ist heute der Tag Resh, an dem du diese Riesenköpfe einstellst, die eine spirituelle Funktion erfüllen.

      Resh ist der hebräische Buchstabe für Haupt/ Kopf. Hoffen wir, dass Menschen heute durch die Wächter aus Stein aus alten Zeiten inspiriert werden und im Denken wachsen.

      Montserrat, ein Heiliger Berg

      Der Berg Montserrat ist ein Heiliger Berg. So wurde dort schon in der Antike ein Venustempel errichtet. Viele Einsiedler haben dort eine Klause gefunden. Später entstand dort ein Benediktiner-Kloster, das Kloster Montserrat. Es war immer schon eine Pilgerstätte. In diesem Kloster ist auch das berühmte "Rote Buch" entstanden. Es beinhaltet Pilgergesänge aus dem frühen Mittelalter. Ein Zeugnis inniger Spiritualität zwischen Gregorianik und Volkstümlicher Musik der der damaligen Zeit. Die Verehrung der Mutter Gottes steht im Mittelpunkt. Von dieser Musik gibt es eine Einspielung des Osnabrücker Jugendchores mit dem Ensemble Sarband.

      Die schwarze Farbe der Madonna

      Die schwarzen Madonnen sind nahezu auf allen Kontinenten zu finden. Es gibt eine gewisse Affinität zur ägyptischen Göttin Isis bzw. zur babylonischen Göttin Istar, auch Inanna genannt. Beide werden mit der Erde zusammen gesehen, deren Farben schwarz /braun sind. Istar war die höchste himmlische Göttin mit allen Attributen und wird dem Stern Venus zugeordnet, dargestellt wird sie durch einen achtzackigen Stern. Löwe und Schakal sind ihr untertan. Die Venus ist immer im Zusammenhang mit der dunklen Nacht zu sehen; einige Forscher sehen hier den Zusammenhang mit der dunklen Gesichtsfarbe der Madonna. Die Ikonen haben in der Regel ein dunkles Gesicht mit sehr hellen strahlenden Farben auf Gewand und Hintergrund. Auffällig sind bei all diesen Ikonen, dass die Hände, bzw. die Finger sehr feingliedrig und ausgeprägt groß sind.

      Schwarze Madonna und die Verbindung zur Bibel

      Takla schrieb:

      Selten ist eine "schwarze" Madonna als Statue oder Ikone abgebildet. Mich interessiert, warum sie schwarz ist.
      Darüber konnte ich bisher nichts eindeutiges lesen.
      Schwarze Madonnen gibt es in Europa erstmalig seit der Romanik und werden mit den Kreuzzügen und dem Templerorden in Verbindung gebracht.
      Ferner hat man an einigen Statuen ein Zitat aus dem Hohelied gefunden. Es ist nicht gesichert, wann die Inschriften angebracht wurden. Es kann durchaus später gewesen sein. Zumindest kann man sagen, das die Menschen damals die schwarze Madonna an die Stelle des Hohelied erinnert hat. "Ein schwarzes Mädchen bin ich, aber anmutig, o ihr Töchter Jerusalems, wie die Zelte von Kedar, doch wie die Zelttücher Salomos. Schaut mich nicht nicht an, weil ich schwärzlich bin, weil die Sonne mich angeblickt hat." ( Hohelied 1/5-6 )
      Der Text gibt meines Erachtens zwei Hinweise auf das Grundverständnis zur schwarzen Madonna. Das eine sind die Zelte von Kedar. Kedar ist ein Sohn Ismaels, der wiederum der Sohn von Abraham und Hagar ist. Kedar war der Stammvater eines Nomadenvolkes, das in der Wüste lebte und schwarze Zelte hatte. Der Text im Hohelied modifiziert das schwarz. Es ist das der Zelttücher des Salomos. Er steht bekanntlich für Weisheit.

      Im Psalm 120, dem ersten Aufstiegspsalm, wird auch von den "Zelten Kedars" gesprochen. Der Psalm sagt das man dort zu lange verweilt hat. Warum das nicht gut war sagt uns der Vers 1/6.vom Hohelied. "Schaut mich nicht an, weil ich so schwärzlich bin, weil die Sonne mich angeblickt hat".
      Meines Erachtens war den Menschen schon damals bewusst, das das Sonnenlicht dem Menschen schadet, weil das Bewusstsein davon eingeschränkt wird.
      In der Schwarzen Madonna verdichtet sich dieses Bewusstsein mit der Hoffnung, das trotz des Sonneneinflusses ein Aufstieg der Seele möglich wird.
      Der Psalm 120 wird dem König David zugeordnet. Salomo war sein Sohn. Somit sind die Psalmen älter als das Hohelied. Offensichtlich haben die damaligen Menschen die schwarze Madonna im Zusammenhang mit dem Aufstieg um Hilfe gebeten.