Spiritueller Materialismus

      Spiritueller Materialismus

      Vor einiger Zeit haben wir über einen Upanischadenausdruck uns unterhalten. Es geht um die Spiritualität und Materialismus. Es ist folgendes:
      Wer den materialistischen Weg geht ist verdammt. Wer den spirituellen Weg geht ist 2 Mal verdammt!?
      Im Moment ist dieses Thema wieder in unserem Forschung aktuell und benötigt, glaube ich, noch eine Erklärungs-Spirale.
      Wir sind was wir denken. Was denken wir?

      Planet Erde ist materiell

      So paradox es sich auch anhört, es ist wohl wirklich so. Geht ein Mensch den materiellen Weg, wird er sich verlieren und womöglich immer auf der Suche sein nach dem Sinn des Lebens. Geht er den spirituellen Weg, verbindet ihn zwar nichts mit der materiellen Welt, er hat jedoch auch den Anschluss an diese materielle Welt verloren. Spirituell zu sein bedeutet auch, sich den Dingen der Welt anzunehmen und den Menschen zu helfen. Indem ich mich zurückziehe in mein Schneckenhaus um mich ganz den spirituellen Dingen zu widmen, schaffe ich keinerlei Verbindung zum Planeten und damit auch keine zum Universum. Unser Planet Erde ist mit dem Universum verbunden, wir sind Teil des Ganzen, und damit auch Teil der materiellen Welt.

      Geist und Materie

      Spiritueller Materialismus, eine ungewöhnliche Bezeichnung, wäre eine Synthese aus beiden Wegen, wie es Gustavo andeutet. Als spirituelle Menschen sagen wir eindeutig, dass Geist über Materie steht. Aber: Der Geist muss in die Materie fließen, um den Körper zu transformieren!

      Meine Fragen dazu:
      Was bedeutet es dann, wenn wir sagen, dass die Welt eine Maya ist bzw. eine Illusion und Materie in Wirklichkeit nicht existiert?

      Was bedeutet es, wenn gesagt wird, dass, wer den spirituellen Weg geht, gleich 2x verdammt ist?

      Körper Geist und Seele

      Wir sind eine Seele die sich auf dieser Erde inkarniert hat. Dazu bewohnen wir einen Körper. Gleichzeitig haben wir einen Geist, durch den wir unser Erdendasein gestalten können. Wenn dieser Geist nur das Materielle im Blick hat, kann sich die Seele nicht entwickeln. Wenn wir den Geist in eine spirituelle Entwicklung einbinden, was für mich der heilige Geist wäre, haben wir die Möglichkeit einen Lichtkörper zu entwickeln. Das geht nur, wenn wir Spiritualität und Materialismus in Waage halten. Sind wir zu spirituell hat die Seele zwar einen Geist aber keinen Lichtkörper. Dann könnten wir uns nicht mehr in den Adam Kadmon hin entwickeln.

      In der Welt sein, aber nicht von der Welt.

      „Wenn die Welt euch haßt, wißt ihr, daß sie mich gehaßt hat, bevor sie euch haßte. Wenn ihr ein Teil der Welt wärt, so wäre der Welt das Ihrige lieb. Weil ihr nun kein Teil der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt auserwählt habe, deswegen haßt euch die Welt. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen" (Johannes 15:18ff).

      Wer den materialistischen Weg geht ist verdammt, aber er weiß nichts davon. Er leidet nicht bewusst. Der Judasmeridian ist ihm lieb gesinnt – Chakra 1 und Chakra 2 – alles, was den Materialisten an diese Welt bindet – sind die Quellen seiner illusorischen Freude. Das ganze Bild kehrt sich für jenen, der den spirituellen Pfad geht. Für ihn wird der Judasmeridian zum ständigen Verfolger, zum Feind. Er muss ständig auf der acht sein. Chakra 1 und 2 sind die Quellen seiner „Verdammnis“. Er ist bewusst zweifach verdammt und leidet darunter. Andererseits ist er auch zur Vollkommeheit verdammt. Für die Erlangung von Vollkommenheit ist der Spirituelle bereit sehr sehr viel zu erdulden. Wenn es so ist wie Takla sagt, dass unsere Welt Maya / Illusion ist, dann ist auch unsere doppelte Verdammnis eine llusion. In Wahrheit sind wir aus der Sicht des Christus-Überselbst bereits vollkommene Söhne und Töchter des Lichts, in Kommunion mit dem Heiligen Einen.

      Stolpersteine sind nötig

      Begibt sich der Mensch auf den spirituellen Pfad, so wird er in der materialistischen Welt auf viele Widerstände stoßen. Sein Geist wird nicht zur Ruhe kommen und er wird Prozesse durchlaufen, die ihm einiges abverlangen. Genau das ist es aber, was ihm zu einem scharfen Verstand verhilft und über den Weg der Weisheit zu den Lehren der Welt führt, die ihm letztlich die Erfüllung bringen. Die Stolpersteine auf diesem Weg sind ein Effekt zum „Wachwerden“!

      Wer hat eine Wahl?

      Das kann ich alles wirklich gut nachvollziehen, aber es erklärt nicht, warum die Upanishaden schreiben, dass der, der den spirituellen Weg geht, 2x verdammt ist.

      Der den materialistischen Weg Gehende hat zumindest noch die Wahl, den geistigen Weg einzuschlagen.
      Was ist mit dem, der den geistigen Weg eingeschlagen hat und abweicht. Hat er noch eine Wahl?

      Adam Kadmon spirituell materialistisch

      Es ist ein philosophisches Worten-Begriffen-Spiel.
      Materialist hat noch Schanzen den spirituellen Weg zusätzlich zu betreten. Dem Spirituellen ist es viel schwieriger, weil er bereits den materialistischen Weg abgelenkt.
      Adam Kadmon Bildnis ist Spirituell-Materialistisch, weil es in sich zwei Konzepten gleichzeitig trägt, physischer Adam der Erde in Verbindung mit dem kosmischen Menschen (Adam) Kadmon.
      Sonst ist es nie zu spät umzudenken.

      Spiritueller Materialismus und materialistische Spiritualtät

      Materialismus ist eine philosophische Lehre, die alles Wirkliche als Materie interpretiert oder von ihr ableitet - begrenzt.
      Mit dem Geist wird physisches Objekt erfühlt, um ihn zu erlösen, ohne materialistischen Gedanken. Spiritueller Materiialismus klingt schon letzter Zeit mehr und mehr realistisch, Dank allen höheren spirituellen Lehren.

      Ob materialistische Spiritualität kann als neue Disziplin in Leben eintreten, oder ist es nicht möglich?