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Von Kungrad in die Ustjurt-Plateau-Wüste
Kungrad ist ein weithin unbekannter, aber im Zusammenhang mit der legendären Seidenstraße historischer Ort der Verbindung vieler Kulturen. Nach einer sehr langen Fahrt mit einem kurzen Zwischenaufenthalt in Nukus, der Hauptstadt Karakalpakstans, dürfen wir nun endlich die kleine Wüstenstadt begrüßen.

Sicher haben wir in dieser weitgehend sehr ursprünglichen Wüstengegend weder ein Hotel noch eine Pension erwartet. Jedoch ausgerechnet in einem Arbeitslager des örtlichen Gefängnisses unterzukommen, klingt recht abenteuerlich.
Spirituell betrachtet, befinden wir uns hingegen in einer Situation, die überaus symbolisch den Zustand des menschlichen Bewusstseins widerspiegelt.
Das Arbeitslager wurde auf dem Areal einer Gewächshausanlage eingerichtet, die vermutlich in Folge mangelnden Wassers überwiegend stillgelegt wurde. Tagtäglich kommen strafgefangene Männer und Frauen zum Arbeiten in das abgesperrte Gelände.
Kommentarlos werden wir über ein bewachtes Tor eingelassen.
In der Mitte des Geländes steht das Wohngebäude des Arbeitslagerleiters, das wir während seiner Abwesenheit kurzfristig beziehen dürfen. Um das Haus haben die Häftlinge in mühevoller Handarbeit eine Lehmziegelbrennerei aufgebaut.
Wir werden von einer Frau erwartet, die selbst eine Strafgefangene ist. Sie heißt Indira und mehr als nur ihr Name erinnert an Indira Gandhi. Gleich einer nahezu biblischen Symbolik wird sie in drei Wochen, nach sechs Jahren Gefangenschaft, in ihrem siebenten Jahr, am 22.10.2007, frei sein.

Vieles erscheint uns hier wie in einer anderen Welt, zu einer anderen Zeit, fast märchenhaft: So die farbenprächtigen Gewänder der Frauen, Wüstenbewohner in der traditionellen Bekleidung eines Tschapans, der Bazar nach orientalischer Art, an den Wüstenstraßen entlang trabende Kamele sowie den Weg kreuzende Eselskarren, Lehmhütten und kleinere Türmchenbauten vor dem Panorama des ockerfarbenen Wüstensandes im Kontrast zu dem wolkenlosen Blau des Himmels.
In einer Weise berührt uns die schlichte Art zu leben, obschon wir nur annähernd die schwierigen Lebensumstände der Wüstenbewohner nachempfinden können. Es gibt in unserer Unterkunft kaum fließendes, geschweige denn trinkbares Wasser. Strom steht uns allenfalls für eine kurze Zeit in den Abendstunden zur Verfügung.
Aus Sorge um seinen Kleinbus und aus Angst vor der Wüste, sagt unser Fahrer die für den nächsten Tag geplante Wüstentour ab. Nach etlichen Verhandlungen auf dem örtlichen Bazar, viele wollen die Fahrt ebenfalls nicht riskieren, finden Sina und Alexander zu guter Letzt ein in Frage kommendes Fahrzeug mit Allradantrieb. Der zugehörige Fahrer erscheint ihnen zwar durch sein unentwegtes Lächeln irgendwie verdächtig, aber die innere Stimme begünstigt eine richtige Entscheidung. Am Abend kommen einige Bewohner des Ortes, um mit uns durchführbare Routen für die bevorstehende Unternehmung zu besprechen.
Mit der Hl. Schrift in unseren Händen und der Bitte um eine vorzeitige Entlassung aus dem Bewusstseinsgefängnis, läuten wir die erste Nacht in Kungrad ein.

Zeitig gegen Viertel vor sechs sind wir wieder versammelt, meditieren, lesen, besprechen den weiteren Ablauf und schaffen so die richtigen Bilder für diesen Tag.
Lange suchen wir noch nach Treibstoff für unseren russischen Transporter namens "Gas", doch dann geht es los, an einem muslimischen Friedhof vorbei hoch auf das Ustjurt-Plateau. Unser Fahrer verfügt über gute Kenntnisse dieser Wüste, die mit nur 100 mm Niederschlag pro Jahr eine der extremsten der Welt ist. Nirgends ist ein anderes Auto zu sehen, noch jeglicher Lärm zu vernehmen und nicht einmal Handys funktionieren hier. Keine Abgase, keinen Stress und auch keinen Elektrosmog für unsere Zellen, die nach den tausendfach übertriebenen deutschen Grenzwerten eh schon völlig überlastet sind. Sollen wir zurückkehren nach Deutschland oder lieber hier in der Wüste sterben?

Die Begegnung mit der Wüste wird zu einem unvergesslichen Erlebnis. Wir genießen die uns umgebende Weite und tauchen in die Stille des Plateaus ein, meditieren, singen Mantren, erfüllen unsere Aura mit den Vibrationen des Wüstensandes und spüren in den Meridianen unserer Körper ungewöhnliche Energieströme.
Die Schriften vieler Religionen erzählen, dass Melchizedek als der König von Salem oder Shalom in den Wüsten regiert. Wir sind ausgelassen, überglücklich hier zu sein und fangen aus purer Freude im Lobpreis des Königs der Rechtschaffenheit zu singen und tanzen an. Selbst der Fahrer ist inspiriert und fragt erstaunt: "Was bedeutet dieser Name? Was hat er Gutes gemacht, dass ihr für ihn singt? Der Klang des Namens in eurem Lied ist sehr angenehm. Darf ich mit euch singen?" Seine Augen blicken so freudestrahlend, dass auch er nach einer kurzen Erklärung mit uns zusammen singt und tanzt. Als wir während der Weiterfahrt nach einer islamischen Liedervariante "Allah-ho-Akbar" anstimmen, nimmt er uns vollends in sein Vertrauen.
Bevor wir fahren, sprechen wir ein Gebet im Namen des Vaters JHWH, schreiben mit kleinen Steinen sein Heiliges Tetragrammaton in den Sand der Ustjurt-Plateau-Wüste und segnen diesen Ort in tiefer Dankbarkeit und Liebe.


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